Hamburg Tourismus

Speicherstadt Hamburg -was es Neues gibt und was Sie unbedingt sehen sollten


Die Speicherstadt Hamburg

Speicherstadt Hamburg

Die Speicherstadt Hamburg befindet sich im Nordosten des Hamburger Hafens. Der größte Lagerhauskomplex der Welt wurde auf Eichenholzpfählen erbaut und erstreckt sich auf einer Fläche von 26 Hektaren. Die Backsteinbauten aus der Gründerzeit wurden auf den früheren Elbinseln Wandrahm und Kehrwieder errichtet und verfügen über eine Nutzfläche von 630 000 Quadratmetern. Das Areal der Speicherstadt Hamburg verläuft auf einer Länge von 1,5 Kilometern zwischen dem Sandtorhöft und der Kehrwiederspitze im Westen und der östlich gelegenen Oberbaumbrücke. Die Speicherstadt Hamburg wird von fünf Fleeten genannten künstlichen Wasserläufen durchzogen. Von der Hamburger Altstadt ist die Speicherstadt Hamburg durch die aus Oberhafen, Binnenhafen und Zollkanal geschaffene Wasserstraße Dat Deep getrennt. Acht Brücken schaffen eine Verbindung zum innerstädtischen Bereich, darunter die Niederbaumbrücke, die Brooksbrücke und die als Fußgängerüberweg genutzte Jungfernbrücke.

Neben ihrer ursprünglichen Funktion als Lagerraum für Waren, konnte sich in der Speicherstadt Hamburg eine vielfältige Museumslandschaft etablieren. Die Hamburger Speicherstadt zählt zu den größten Attraktionen im Rahmen einer Großen Hafenrundfahrt. An den St.-Pauli Landungsbrücken starten kleinere Barkassen, welche die Fleets der Hamburger Speicherstadt unmittelbar anfahren. Für Fußgänger ist die Speicherstadt Hamburg von den U-Bahn Haltepunkten Meßberg und Baumwall bequem erreichbar. Zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten der Hamburger Speicherstadt verkehrt ein Shuttlebus. Besonders eindrucksvoll gestaltet sich ein Besuch der Speicherstadt Hamburg in den Abendsstunden, wenn die Gebäude von hunderten Scheinwerfern in eindrucksvolles Licht getaucht werden.

Hamburger Speicherstadt bei Nacht

Der Bau der Speicherstadt Hamburg machte sich notwendig, um einen zollfreien Überseehandel zu ermöglichen. Da Hamburg seit einem mit dem Deutschen Reich im Jahre 1881 geschlossenen Abkommen als Zollauschlussgebiet galt, musste dies in einem Freihafengebiet geschehen. Die Grundsteinlegung für die Hamburger Speicherstadt erfolgte im Jahre 1883. Dem voraus ging der Abriss der Wohnsiedlungen auf den Elbinseln Wandrahm und Kehrwieder. Beinahe 20 000 Menschen wurden in die Arbeiterbezirke Hammerbrook oder Barmbek umgesiedelt. Ganze 1 100 Häuser mussten der Speicherstadt Hamburg weichen. Kaiser Wilhelm II. weihte die Speicherstadt Hamburg im Jahre 1888 ein. Zehn Jahre später konnten etwa zwei Drittel des großangelegten Bauprojektes abgeschlossen werden. Etwa die Hälfte der Bausubstanz der Speicherstadt Hamburg wurde im II. Weltkrieg zerstört. Ende der 1960er Jahre konnte der Wiederaufbau des Areals abgeschlossen werden. Seit 1991 steht die Hamburger Speicherstadt unter Denkmalschutz.



Die Funktion der Hamburger Speicherstadt als Freihafen wurde in den letzen Jahren durch den Containerumschlag und eine moderne Lagerverwaltung nahezu überflüssig. So konnte das Gebiet im Jahre 2004 aus dem Freihafen ausgegliedert werden. Die Zollgrenze verläuft nun weiter südlich, unweit der Elbbrücken. Die ziegelroten Backsteinbauten sind sowohl auf dem Wasserwege als auch durch Straßenverbindungen erreichbar. Da in den unteren Etagen der Gebäude die Gefahr von Sturmfluten besteht, werden die Waren nur in den übrigen fünf Etagen gelagert. Dabei handelt es sich vornehmlich um Gewürze, Tee, Kaffee oder Elektrogeräte. Auch das größte Lager von Orientteppichen weltweit befindet sich in der Hamburger Speicherstadt.

Sehenswürdigkeiten in der Hamburger Speicherstadt

Die Hamburger Speicherstadt verfügt über vielfältige touristische Sehenswürdigkeiten. Im einstigen Zollamt der Speicherstadt Hamburg hat seit 1992 das Deutsche Zollmuseum Quartier bezogen. Die Sammlung umfasst Exponate des im Krieg zerstörten Berliner Reichszollmuseums und des Zollkriminalinstituts Köln. Im Erdgeschoss des Gebäudes steht das Zollwesen der Gegenwart im Mittelpunkt. Die Präsentation geht auf Themen wie Artenschutz oder Produktpiraterie ein. Im Obergeschoss werden die Anfänge des Zolls beleuchtet. Der Bogen spannt sich hierbei von den Zollgeschäften in den römischen Provinzen bis zum Zollwesen in der DDR. Auf dem Außengelände kann ein schwimmendes Abfertigungsgebäude des Hamburger Zollamtes besichtigt werden.

Die ächtliche Sicht auf die Speicherstadt

Das Speicherstadtmuseum

Das Speicherstadtmuseum gibt in der dritten Etage eines typischen Lagerhauses Einblicke in die Geschichte der Speicherstadt Hamburg. Neben Planung und Errichtung des Areals bildet die Arbeitsweise der Hafenarbeiter und der Verantwortlichen in den Quartieren einen Schwerpunkt der Ausstellung. Die 1988 eröffnete Sammlung ist Teil des Museums der Arbeit im Hamburger Stadtteil Barmbek. Das Museum organisiert Führungen durch die Hamburger Speicherstadt und stellt ein breites Veranstaltungsangebot bereit. Im Museumsshop können sich Besucher mit Souvenirs und Teespezialitäten versorgen. In der "Kaffeeklappe" wurden einst die Hafenarbeiter verköstigt. Heute werden Kaffee, Kuchen und Tee den Besuchern des Speicherstadtmuseums serviert.

Das Gewürzmuseum

Eng verbunden mit der Geschichte der Hamburger Speicherstadt ist auch das Gewürzmuseum am Sandtorkai. Auf 350 Quadratmetern Ausstellungsfläche erfahren Besucher viel Wissenswertes über Gewürze aus aller Welt, welche seit Jahrzehnten in der Speicherstadt Hamburg lagern. Mehr als 50 Gewürze können von den Gästen der Ausstellung mit allen Sinnen erfahren werden. Anfassen, Probieren und Riechen sind ausdrücklich erwünscht. Mehr als 800 Ausstellungstücke informieren über Anbau, Verarbeitung und Wirkung der Gewürze. Das Angebot des Museums komplettieren Lesungen und Kochveranstaltungen. Im selben Gebäude kann mit dem afghanischen Museum eine weitere sehenswerte Ausstellung besucht werden. Die privat geführte Sammlung gibt Einblicke in Kultur, Wirtschaft und Handwerk Afghanistans. Besucher könne sich in einer gemütlichen Sitzecke mit landestypischen Knabbereien kulinarisch verwöhnen lassen.

Spielzeugmuseum

Auf einem der typischen Holzböden der Lagerhäuser in Block D der Speicherstadt Hamburg öffnet ein originelles Spielzeugmuseum seine Pforten. Auf einer Fläche von 450 Quadratmetern lagert die "Dachbodenbande" und erinnert an vergangene Zeiten. Der urige Charakter der Ausstellung besteht darin, dass man hier kein Spielzeug in Vitrinen aufgereiht vorfindet, sondern beim Stöbern in Dosen, Truhen und Schränken fündig wird. Besonders stimmungsvoll gestalten sich Taschenlampen-Führungen bei Dämmerschein. Die "Dachbodenbande" steht für sieben Plüschtiere, welche die Sammlung bewachen und ein verstecktes Zimmer bewohnen. Eine Etage über dem Spielzeugmuseum zieht das Miniatur Wunderland, die weltgrößte Modellbahnanlage, Besucher in ihren Bann.

Dialog im Dunkeln

Im Osten der Hamburger Speicherstadt öffnet der Dialog im Dunkeln Besuchern neue Sichtweisen. Das Ziel der Ausstellung besteht darin, sehende Menschen mit dem Alltag von Blinden vertraut zu machen. Ein blinder Führer begleitet die Besucher in vollkommen abgedunkelte Räumlichkeiten, wo sie sich alltäglichen Situationen stellen müssen. Die Idee für das Ausstellungskonzept stammt von Andreas Heinecke. Seinen Platz in der Hamburger Speicherstadt hat der Dialog im Dunkeln seit dem Jahr 2000.

Weitere viele Sehenswürdigkeiten für den Hamburg Tourismus

Hamburgs Geschichte einmal anders erleben lässt sich im Hamburg Dungeon. Die Erlebnisausstellung mit hohem Gruselfaktor entführt in die Zeit der Inquisition und lässt Besucher der Hinrichtung des Piraten Klaus Störtebekers beiwohnen. Schauspieler bieten mit ihrer bunten Mischung aus Show und Nervenkitzel ein kulturelles Highlight in der Speicherstadt Hamburg.

Am Kaispeicher B befindet sich das Internationale Maritime Museum, die größte Privatsammlung rund um das Thema Seefahrt. Auf 11 000 Quadratmetern werden 3 000 Jahre Seefahrtsgeschichte beleuchtet. Besucher der Hamburger Speicherstadt lernen auf zehn Etagen die Welt der Eroberer, Kapitäne und Entdecker kennen. Zum Inventar der Sammlung zählen nautische Gerätschaften, tausende Schiffsmodelle, Gemälde, Filme und Bücher.

Den kulturellen Mittelpunkt der Hamburger Speicherstadt bildet das Körber-Forum. Theateraufführungen des "Jedermann" und Varieté Darbietungen im Kehrwieder-Theater sind zu einer festen Größe im Hamburger Kulturleben geworden. In der Joop van den Ende Academy werden seit 2003 in der Speicherstadt Hamburg Musicaldarsteller ausgebildet.

Das Bauprojekt Hafencity

Einen Blick in die Zukunft erlaubt das Infocenter Hafen City. Im einstigen Kesselhaus der Speicherstadt Hamburg befindet sich ein Modell, welches das Bauprojekt Hafen City vorstellt, welches bis zum Jahre 2022 abgeschlossen sein soll. Wie weit die Bauarbeiten rund um die Hamburger Speicherstadt fortgeschritten sind, lässt sich vom 13 Meter hohen Aussichtsturm am Großen Grasbrook beobachten.













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