Hamburg Tourismus

Der Hamburger Hafen ist immem wieder einen Besuch Wert


Der Hamburger Hafen


Hamburger Hafen

Hamburgs "Tor zu Welt" nimmt eine Fläche von 7 236 Hektar ein und gilt somit als größter Hafen Deutschlands. Beim Hamburger Hafen handelt es sich um einen zum Meer hin offenen Tidehafen. Die Hafenanlagen erstrecken sich mehr als 100 Kilometer landeinwärts der Elbmündung in die Nordsee. Der Hamburger Hafen verfügt über vier Containerterminals und gilt als zweitgrößter Containerhafen Europas. Im Hamburger Hafen werden Waren jeglicher Art umgeschlagen. Dabei handelt es sich um ein Gesamtvolumen von 145 Millionen Tonnen jährlich. Vom Hamburger Hafen bestehen Schiffslinien in mehr als 170 Länder, über 900 Häfen weltweit werden angefahren. Das Hafengelände kann von Seeschiffen von bis zu 15 Meter Tiefgang passiert werden. Der Hamburger Hafen stellt nicht nur einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar, sondern hat sich auch als größte Sehenswürdigkeit Hamburgs einen Namen gemacht. Die Fläche des Hamburger Hafens nimmt knapp ein Zehntel des gesamten Stadtgebietes ein und berührt 14 Stadtteile, darunter die Altstadt, Altona oder St. Pauli.

Die Geschichte des Hamburger Hafens lässt sich bis in das 9. Jahrhundert zurückverfolgen. Damals machten erste Handelsschiffe an einem hölzernen Landungssteg am Reichenstraßenfleet fest. Der Standort dieses ersten Anlegers, am Mündungsarm der Bille in die Alster, wurde im ausgehenden 19. Jahrhundert zugeschüttet. Unter Herzog Ordulf entstand im beginnenden 12. Jahrhundert ein erstes künstliches Hafenbecken. Es existierten eine hölzerne Kaimauer, sowie Aufschüttungen aus Sand und Lehm. Eine Sturmflut zerstörte diesen Vorläufer des Hamburger Hafens im Jahre 1164. Den Grundstein für die heutigen Hafenanlagen legten die Grafen von Schauenburg und Holstein, welche Handwerker anwarben, um einen Hafen mit einem schiffbaren Zugang zum Meer zu schaffen.

Als offizielles Gründungsdatum des Hamburger Hafen nennen die Geschichtsbücher den 7. Mai 1189. An diesem Datum orientiert man sich auch beim Termin für den jährlich gefeierten Hafengeburtstag. Im 14. Jahrhundert wurden die Hafenanlagen zur Alstermündung hin erweitert und durch die Umleitung des Flusslaufes der Bille Dat Deep, der spätere Zollkanal geschaffen. Im Jahre 1310 wurde auf der Insel Neuwerk ein Wehrturm errichtet, welcher als Seezeichen fungierte. Im Mittelalter bestanden vom Hamburger Hafen Handelswege nach Skandinavien und Südeuropa. Während Tuche aus dem niederländischen Herzogtum Brabant, französische Weine oder Pelze aus Osteuropa eingeführt wurden, verließen Holz, Salz, Getreide und Bier als bevorzugte Exportgüter den Hamburger Hafen.

Seit dem Jahre 1356 ist Hamburg offiziell Mitglied der Hanse. Auch die im Hamburger Hafen verschifften Güter wurden im Mittelalter nicht von Piraterie verschont. Bekanntestes Beispiel aus der Geschichte stellen hierbei die Vitalienbrüder unter Klaus Störtebeker dar. Kaiser Maximilian II. verlieh dem Hamburger Hafen 1482 das Stapelrecht. Kaufleute, welche die Elbe passierten, waren nun gezwungen, ihre Waren in Hamburg zum Verkauf anzubieten. Im deutschen Kaiserreich wurde die Handelstätigkeit gefördert und der Hamburger Hafen trug wesentlich dazu bei, dass Hamburg im 18. Jahrhundert zur zweitgrößten Stadt des Kaiserreichs erstarkte. Anfang des 19. Jahrhunderts brachten die napoleonischen Kriege die Handelstätigkeit zum Erliegen. Nach Aufhebung der Kolonialsperre durch die französischen Besetzer blühte der Handel im Hamburger Hafen schnell wieder auf. Im Jahre 1835 entstanden erste Dampfschiffanleger. Fünf Jahre später wurden die ersten St.-Pauli-Landungsbrücken errichtet. Im Jahre 1845 wurde der umfassende Ausbau des Hamburger Hafens beschlossen. Mit der Quaibahn wurde 1866 eine Verbindung zum Berliner Bahnhof geschaffen. Im selben Jahr konnten die Arbeiten zum Sandtorhafen, dem ersten Hafenbecken, abgeschlossen werden. Die aus Klinkermauern errichteten Kaianlagen galten als bauliche Meisterleistung der damaligen Zeit. Ein weiterer Generalplan zum Hafenausbau wurde im Jahre 1883 verabschiedet. Hierfür mussten 20 000 Einwohner der Stadtteile Wandrahm und Kehrwieder ihre Wohnungen räumen. Die Erbauung des Hansahafens und des Indiahafens ermöglichten ab 1893 auch größeren Schiffen eine problemlose Zufahrt in den Hamburger Hafen.

Blohm + Voss im Hamburger Hafen Hafen Kräne im Hafen



Im Jahre 1911 wurde der St.-Pauli-Elbtunnel, der heutige alte Elbtunnel eröffnet. Der Tunnel war mit Fahrstühlen ausgestattet, welche stündlich bis zu 9 000 Menschen befördern konnten. In Zeiten des Nationalsozialismus sorgten der Stapellauf des Schlachtschiffes Bismarck oder die Jungfernfahrt der Wilhelm Gustloff, welche 1945 vor der pommerischen Küste von einem russischen U-Boot versenkt wurde, für Aufsehen. Nach Kriegsende wurde der Hamburger Hafen wieder aufgebaut und erlangte den Status eines Welthafens. Der Warenumschlag konnte sich in den Jahren 1990 bis 2005 nahezu verdoppeln. Im Jahre 2004 wurde mit der Hafen City ein ehrgeiziges Bauprojekt in Angriff genommen, welches Wohnen, Arbeiten und Erholen am Hamburger Hafen noch attraktiver gestalten soll.

Hafen Landungsbrücken in Hamburg

Der Hamburger Hafen verfügt über drei Anleger, 13 Hafenbecken und sechs Flusshäfen. Es stehen 320 Schiffsliegeplätze zur Verfügung. Ein 130 Kilometer umfassendes Straßennetz erschließt den Hamburger Hafen. Der Hafenkomplex verfügt über 147 Brücken. Neben den Fährschiffen sorgen sechs Buslinien und 300 Kilometer Gleisanlagen für eine perfekt ausgebaute Infrastruktur. Für Fußgänger präsentiert sich der Hamburger Hafen von seiner schönsten Seite entlang der Hafenmeile. Die 3,5 Kilometer lange Hafenpromenade beginnt im Hamburger Osten und verläuft bis zum Museumshafen in Övelgönne. Man passiert das zu einem Hotel umgebaute Feuerschiff "LV 13", das auf Grund seiner außergewöhnlichen Architektur auch als "Flaggschiff" bezeichnete Pressehaus des Verlags Gruner und Jahr oder das Museumsschiff "Cap San Diego", welches zu Besichtigungen und Sonderfahrten einlädt.

Das Herzstück des Hamburger Hafens bilden die St-Pauli-Landungsbrücken. Der Liegeplatz für Fähren und Ausflugsboote wird beherrscht vom 200 Meter langen Empfangsgebäude für den Nordsee- und Bäderverkehr, welches 1909 seiner Bestimmung übergeben wurde. Der Tuffsteinbau wird überragt von einem Glockenturm, welcher zu jeder vollen und halben Stunde sein Signal ertönen lässt. An den St.-Pauli-Landungsbrücken befinden sich auch die 1896 in Bremerhaven erbaute Dreimaststahlbark "Rickmer Rickmers" und der Zugang zum 448 Meter langen alten Elbtunnel, welcher auf die Werftinsel Steinwerder führt.

Eine lange Tradition am Hamburger Hafen besitzt der Fischmarkt, welcher seit dem Jahre 1703 abgehalten wird. Rund um die Fischauktionshalle wird an Sonntagen ab fünf Uhr morgens ein vielfältiges kulturelles und kulinarisches Angebot bereitgestellt. Zu einem modernen Wahrzeichen Hamburgs wurde die 1974 eröffnete Köhlbrandbrücke, welche den am südlichen Elbufer gelegenen Hafenbereich überspannt. Die 3,9 Kilometer lange Brücke verfügt über vier Fahrbahnen und wird täglich von etwa 30 000 Fahrzeugen passiert. Durch die Köhlbrandbrücke wird der Gütertransport vom Hamburger Hafen zu den Autobahnen A1 und A7 sichergestellt. Für Fußgänger und Radfahrer ist die Brücke gesperrt.

Im Osten des Hamburger Hafens gilt die Speicherstadt als Blickfang. Das geschlossene architektonische Ensemble aus roten Ziegelbauten wurde Ende des 19. Jahrhunderts auf der Brookinsel, südlich des Zollkanals erbaut. In den Gebäuden lagern wertvolle Handelsgüter, wie Rum, Tabak, Kaffee oder Teppiche aus dem Orient. Die Speicherstadt lässt sich auf einer Hafenrundfahrt mit kleineren Barkassen am eindrucksvollsten entdecken.

Die Arbeit am Hamburger Hafen, im Zuge der technischen und territorialen Entwicklung, dokumentiert das Hafenmuseum am Hansahafen. Dem Museum angeschlossen ist der Bremerkai, wo verschiedene Arbeitsschiffe besichtigt werden können. Besonders stimmungsvoll präsentiert sich der Hamburger Hafen im Museumshafen Övelgönne. Historische Schiffe, wie das Segelschiff Skutsje, die Barkasse Otto Lauffer oder das Motorschiff Altona können besichtigt werden oder stechen zu Sonderfahrten in See.
















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