Hamburg Tourismus

Der Hamburger Fischmarkt - Informationen über den Fischmarkt in Hamburg


Der Hamburger Fischmarkt

Hamburger Fischmarkt

Der Hamburger Fischmarkt zählt zu den beliebtesten Touristenattraktionen am Hamburger Hafen. Besucher können in einmaliger Atmosphäre preisgünstig frische Produkte erwerben, welche direkt von den Lkws der Händler verkauft werden. Die Verkaufsflächen entlang der Großen Elbstraße in Altona sind heiß begehrt. Auf 20 000 Quadratmetern finden etwa 500 Händler Platz. Neben Fisch, Obst und anderen Lebensmitteln wechseln auf dem Hamburger Fischmarkt auch Pflanzen, Antikes oder Nippes ihre Besitzer. Die eigentliche Attraktion des Fischmarktes sind die Marktschreier, welche mit derbem Charme und lautstarker Wortakrobatik die Besucher zu fesseln wissen. Zu den festen Größen des Hamburger Fischmarkt zählen Bananen Fred, Käse Rudi, Nudel Uwe und der europäische Champion der Marktschreier, Wurst Herby.

Die Öffnungszeiten des Fischmarkts am Hamburger Hafen

Traditionell wird der Hamburger Fischmarkt jeden Sonntag ab fünf Uhr Morgens durchgeführt. Bis 9.30 Uhr füllen die Händler die Körbe und Tüten ihrer Kunden. Zwischen Mitte November und Mitte März öffnet der Hamburger Fischmarkt um sieben Uhr seine Pforten. In den Sommermonaten zieht der Fischmarkt bis zu 70 000 Menschen in seinen Bann. Der Hamburger Fischmarkt ist über die U-Bahnlinie 3, Haltepunkt Landungsbrücken oder über die S-Bahn Linien S1 und S3 erreichbar. Pkw-Halter parken in der Van Smissen Straße oder am Edgar-Engelhard-Kai. Für den Fischmarkt wird kein Eintritt erhoben.

Seit dem 16. Jahrhundert ließen sich Fischer und Handwerker vor den Toren Hamburgs nieder und hielten am Standort des heutigen Hamburger Fischmarktes einen kleinen Markt ab. König Friedrich III. von Dänemark verlieh Altona im Jahre 1664 das Stadtrecht und somit verfügte Altona auch über ein eigenes Marktrecht. Seit dem Jahre 1703 ist der Hamburger Fischmarkt offiziell. In der "Magistratus Verordnung wegen der Fischer" ist festgeschrieben, dass Sonntags vor dem Kirchgang Handel betrieben werden darf, damit sich die Altonaer Bürger mit frischem Fisch versorgen konnten. Erlaubt war der Markt bis um halb neun in der Frühe. Dies hatte den Grund, dass der Fisch bei steigenden Temperaturen nicht verdarb und sicherte für die Marktbesucher den anschließenden Kirchgang.

Während des Dänisch-Schwedischen Krieges im Jahre 1713 wurde der Hamburger Fischmarkt von schwedischen Truppen niedergebrannt. Zwei Jahre später wurde der ursprüngliche Fischerplatz ausgebaut und umgestaltet, denn der Fischmarkt hatte an Popularität gewonnen und auch Bauern aus dem Alten Land oder von den Elbinseln fanden nun den Weg nach Altona. Ein weiterer Umbau des Fischmarktes erfolgte auf eine Privatinitiative Altonaer Kaufleute hin im Jahre 1895. Der Fischer Johann Cohrs rief 1887 die erste Fischauktion auf dem Markt ins Leben. Dadurch konnte sich die Bedeutung des Altonaer Fischereihafens entscheidend festigen. Im Juli 1943 wurde die Bebauung um den Fischmarkt durch Fliegerbomben zum Großteil zerstört. In den Jahren 1942 bis 1948 wurde in Hamburg kein Fischmarkt durchgeführt. In den 1970er Jahren erfolgte der Wiederaufbau des Fischmarktes. Heute prägen, neben der Architektur der Gründerzeit, auch Bauten der Postmoderne das Bild am Hamburger Fischmarkt. Die Fischlieferungen für die wöchentlichen Märkte treffen heute per LKW oder per Flugzeug in Hamburg ein. Auch Hamburgs Marktschreier gehen ab und an auf Reisen und halten in Großstädten wie Dresden oder Stuttgart in gewohnter Manie einen typisch nordischen Fischmarkt ab.

Das Markttreiben erstreckt sich um die Fischauktionshalle. Das imposante Gebäude gilt als architektonisches Baudenkmal, als vielfältige Kulturstätte und erinnert an einen beinahe drei Jahrhunderte währenden Streit zwischen den Fischmärkten in Hamburg und Altona. Die Hamburger sahen es nur ungern, wenn die Händler in Altona ihre Zelte aufschlugen. Denn auch Hamburg verfügte über einen Fischmarkt, dessen Stände waren am Alten Fischmarkt in der Altstadt aufgebaut. Mitte des 19. Jahrhunderts verlegten die Hamburger, um den Altonaer Markttreiben Konkurrenz zu bieten, ihren Fischmarkt nach St. Pauli. Altonas Antwort bestand im Bau der Fischauktionshalle, welcher 1894 abgeschlossen war. Hierbei hatte man weder Kosten noch Mühen gescheut und eine dreischiffige Basilika im Stil der Markthallen Roms erbaut. Die Folge war ein Umsatzplus, welches die Hamburger Marktbetreiber weiter verärgerte und zum Bau einer eigenen Markthalle verleitete.

Erst mit der Fusion beider Märkte zur Altonaer und Hamburger Fischmarktgesellschaft im Jahre 1934 wurden diese Zwistigkeiten beigelegt. Beide Markthallen wurden Opfer der Kriegszerstörungen und in den Folgejahren nur notdürftig in Stand gesetzt. Für die Hamburger Halle kam das Aus in den 1970er Jahren. Auf dem Areal befinden sich heute Parkflächen. Die Altonaer Halle wurde zwischenzeitlich als Lager genutzt und war ebenfalls dem Abriss geweiht. Dem stand eine Protestflut aus der Hamburger Bevölkerung entgegen. Auch Münchner Theaterkünstler machten sich für das Gebäude stark und gründeten im Jahre 1973 den Verein Volkshaus Fischmarkt e.V.. Ihr Ziel bestand darin, die Fischauktionshalle als kulturellen Standort zu etablieren. 1976 wurde die Halle unter Denkmalschutz gestellt und der Hamburger Senat legte die Pläne für den Abriss des Gebäudes zu den Akten. Die Restauration erfolgte nach historischen Vorlagen. Die Kuppel musste neu errichtet werden, da die Dachkonstruktion Opfer der Bomben wurde. Heute kann sich die Fischauktionshalle als einziges Gebäude in Hamburg mit dem europa-nostra-Diplom schmücken, welches als Würdigung des Erhalts europäischer Kulturdenkmäler vergeben wird.

Die Fischauktionshalle direkt neben dem Hamburger Fischmarkt kann für PR- und Werbezwecke gemietet werden und bietet 3 500 Menschen Platz. An Sonntagen erfüllen die Besucher des Hamburger Fischmarktes die Halle mit Leben. Bei Live-Musik können Frühaufsteher oder Nachtschwärmer von der Hamburger Reeperbahn kommend beschwingt in den Morgen tanzen. Im Parterre sorgen Stände mit Krabben, Sekt oder Matjes für einen schnellen Imbiss. Wer den Fischmarkt besucht und mehr Zeit mitgebracht hat, kann auf der Galerie einen ausgedehnten Kapitäns- oder Bootsmann-Brunch zu sich nehmen.





Geschichte des Marktes

Fischauktionshalle beim Hamburger Fischmarkt

Der Hamburger Fischmarkt blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück, welche eine Reihe von Anekdoten hervorbrachte. Genaue Beobachter werden am Eckhaus Große Elbstraße - Fischmarkt ein Schild mit der Aufschrift "Eier Carl" entdecken und sich wundern, auf welche Weise der dort ansässige Irish Pub um Gäste wirbt. Bei Carl Cohrs handelt es sich um ein Hamburger Original aus dem beginnenden 20. Jahrhundert. Die Gastwirtschaft, welche Eier Carl von seinem Vater übernahm genoss einen ausgezeichneten Ruf. Als Spezialität des Wirtes und Opernfreundes galt sein Eiergrog.

Eine wahrlich bewegte Geschichte hat auch der Fischmarktbrunnen hinter sich. Seit 1719 zierte ein hölzerner Springbrunnen den Hamburger Fischmarkt. Dieser wurde 1742 durch einen langlebigeren Sandsteinbrunnen ersetzt, welcher von der Göttin des Handwerks und der Künste, Minerva, gekrönt wurde. Nachdem der Brunnen 122 Jahre das Bild am Hamburger Fischmarkt prägte, musste er einer Haltestelle der Pferdebahn weichen und in den Vorgarten eines Waisenhauses umziehen. Während des I. Weltkrieges wurde der Brunnen geteilt und eingelagert. Von 1929 bis 1942 konnte man den Fischmarktbrunnen auf dem Münzmarkt finden, allerdings ohne die beschädigte Figur der Minerva. 1942 wurde der Fischmarktbrunnen erneut eingelagert. Im Jahre 1989 schuf Bildhauer Hans Kock eine neue Brunnenfigur und der Fischmarktbrunnen kehrte an seinen ursprünglichen Standtort zurück.

Löwen und Fischmarkt?

Löwen waren in vergangenen Zeiten auf dem Hamburger Fischmarkt in aller Munde. Dabei handelte es sich um Gelegenheitsarbeiter, welche nach Jobs Ausschau hielten und Raubtieren gleich über den Markt schlichen. Zufall oder nicht - seit einigen Jahren hält das Musical "König der Löwen" vis a vis des Hamburger Fischmarktes seine Besucher in Atem.














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