Hamburg Tourismus

Die Alster in Hamburg ist ein beliebtes Ausflugsziel


Die Alster in Hamburg

Alster in Hamburg

Die Alster entspringt im Schleswig-Holsteinischen Henstedt-Rhen und zählt als Nebenfluss der Elbe trotz seiner nur 53 Kilometer Länge zu den bekanntesten Gewässern Deutschlands. Die besondere Affinität der Hamburger zu diesem Fluss ist wohl der Tatsache geschuldet, dass die Alster bis ins Hamburger Stadtgebiet reicht und dort als Zusammenschluss von Binnen und Außenalster den 190 Hektar großen Alstersee bildet.

Entstanden ist der heute beliebte Alstersee durch einen Berechnungsfehler im frühen dreizehnten Jahrhundert. Die Ertragskraft und Effizienz zweier Kornmühlen sollte durch gezielte Wasseraufstauungen optimiert werden. Tragfähigkeit und Fassungsvolumen des Staudammes wurde von den Planern unzureichend ermittelt was eine Überflutung der darunter liegenden Alsterwiesen und damit die Entstehung des Binnengewässers zur Folge hatte.

Im 17 Jahrhundert wurden Außen- und Binnenalster durch den Bau der Lombardsbrücke voneinander getrennt. Da diese immer mehr zu einem Hauptknotenpunkt der Innenstadt avancierte, wurde zur Entlastung und Verkehrsberuhigung eine weitere Lombardsbrücke gebaut. Zu ehren John F. Kennedys entschloss man sich im Jahre 1963 diese Überführung in Kennedybrücke umzubenennen.

Die Außenalster bildet mit seiner 164 Hektar großen Fläche den bedeutend größeren Teil des Flusses. Gekennzeichnet ist die Außenalster vor allem durch das umliegende und bei Hamburgern sehr beliebte Naherholungsgebiet. Weite Flächen sowie liebevoll und durchdacht angelegte Rad- und Fußgängerwege laden zu sportlicher Aktivität und erholsamen Entspannen ein.

Das Ufer der lediglich 18 Hektar reichenden Binnenalster ist von herrschaftlichen Bauten der Gründerzeit gesäumt. Vorwiegend finanzkräftige Unternehmen unterhalten vorzeigbare Prestigebauten in elitärer Umgebung. Geprägt sind die noblen Gebäude durch architektonische Einigkeit. Strenge Bebauungspläne verbieten Glasfasaden und Betonbunker, Neubauprojekte werden von Stadtverantwortlichen auf Herz und Nieren geprüft. Ursprünglich als optischer Leckerbissen gebaut, befindet sich im Zentrum der Binnenalster die Alster Fontaine. Von privaten Geldgebern finanziert speit diese visuell beeindruckend Wasser in bis zu 50 Meter Höhe. Gutachterlich nachgewiesen ist zudem die erhöhte Wasserqualität des Alstersees, die seit Bau der Fontaine zweifelsfrei festgestellt werden kann und deren Ursache vornehmlich auf der vermehrten Einbringung von Sauerstoff beruht.

Gleichermaßen beliebt bei Einwohnern wie Besuchern ist das Füttern der berühmten Alsterschwäne. Diese können ausschließlich in den Sommermonaten auf der sogenannten Kleinen Alster bewundert werden, einem lediglich 200 Meter langen Teilabschnitt der Alster. Begrenzt von Alsterakaden, Reesendammbrücke, Schleusenbrücke und Uferpromenade avanciert die Kleine Alster vor allem an den schönsten Tagen des Jahres zum Zentrum und Ausgangspunkt touristischer Aktivitäten.

Fuhren bis in die neunziger Jahre des vorangegangenen Jahrtausends Alsterdampfer als reguläre Verkehrsmittel im Linienbetrieb des Hamburger Verkehrsverbundes, so wird die Alster heutzutage hauptsächlich für Freizeitaktivitäten und touristische Zwecke genutzt. Während Boots-, Kanu- und Kajak-Verleihe in den heißen Sommermonaten um die Gunst der zahlenden Kundschaft buhlen, ist das Befahren der Alster mittels Motorbooten nur nach erteilter Sondergenehmigung möglich. Da ihr Wasser keine Trinkwasserqualität aufweist, ist das Schwimmen im Fluss untersagt. Nichtsdestotrotz wird im Rahmen des jährlichen Triathlon-Wochenendes der Hansestadt die Alster von zahlreichen Athleten durchschwommen.

Zeit und Geld wert ist auf jeden Fall eine Fahrt auf den berühmten Alsterdampfern. Verschiedene Anbieter versorgen die Gäste mit vielfältigen Rundfahrtsmöglichkeiten und zeigen Stadt wie Umland aus einer in jeder Hinsicht sehenswerten Perspektive. Besondere Erwähnung verdient hierbei die St. Georg, das älteste noch im aktiven Dienst befindliche Dampfschiff Deutschlands. Bereits seit 1887 ist die St. Georg auf deutschen Gewässern im Einsatz und wird in regelmäßigen Turnus bei Rundfahrten eingesetzt. Unvergessliche Eindrücke vermittelt das seit 1968 jährlich an der Alster veranstaltete japanische Kirschblütenfest, das vor allem durch sein imposant inszeniertes Feuerwerk zu Ruhm über die Grenzen Hamburgs hinaus gelangt ist.
















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